Hundesport

Dummytraining

Was ist Dummytraining?

Alles fing in England an, dem Ursprungsland der meisten Retrieverrassen. Dort wurden sie besonders für die Jagd gezüchtet. Sie apportierten das geschossene Wild. Auch die heutigen Retriever möchten beschäftigt werden und so liegt es doch nahe seine ursprünglichen Anlagen zu fördern. Da aber nicht jeder Jäger, entstand die Arbeit mit dem Dummy (= engl. Attrappe). Dummys gibts es in vielen Auführungen, ganz normal und 500g schwer oder auch schwimmende Dummys oder der beliebte Futterdummy, mit dem Hunde motiviert durch Leckerchen lernen können, wie schön das apportieren des Dummys doch sein kann. Jeder der einen Retriever besitzt sollte ihm die Möglichkeit geben, seinen Trieb auszuleben.


Wenn man sich entscheidet mit dem Dummy zu trainieren

Am leichtesten ist es natürlich schon mit seinem Welpen spielerisch darauf hinzuarbeiten. Alles was der Welpe bringt wird ihm nicht sofort weggenommen, sondern alles belohnt. D.h. streicheln, knuddeln während der Welpe sein Dummy noch im Maul hat. Doch auch mit bereits erwachsenen Hunden lohnt es sich auf jeden Fall damit anzufangen :)

Zuerst sollte man also damit beginnen, dem Hund das Dummy "schmackhaft" zu machen, sodass er es gerne bringt. Später kann man dann an der richtigen Tragetechnik und dem genauen Ausgeben in die Hand arbeiten.


Die wichtigsten Begriffe & Kommandos

Steadiness:
Unter Steadiness versteht man im allgemeinen, das ruhige neben dem Hundeführer sitzen, solange bis der Hund zum Dummy geschickt wird. Er darf also nicht winseln oder bellen. Bei Prüfungen führt so ein Verhalten, sowie auch das Einspringen zum sofortigen Ausschluss

Einweisen:
Hier hat der Hundeführer die Dummyfallstelle gesehen und muss nun seinem Hund "zeigen" wo es liegt, damit der Hund es zügig zurückbringen kann. Hierbei sind die Kommandos "Voran" "Back" & "Out" sehr hilfreich

Die Markierung:
Hierbei muss sich der Hund die Fallstelle des Dummys genau merken um dann auf direktem Wege das Dummy zurückzubringen. Zu Anfang beginnt man mit einem Dummy, doch später kann man es auf mehrere ausdehnen, sodass sich der Hund gleich mehrere Fallstellen merken muss.

Die kleine Suche:
Bei der kleinen Suche wird der Hund in einen kleinen Bereich (in den das Dummy geworfen wurde) geschickt, den er dann selbstständig absuchen soll.

Die Freiverlorensuche:
Analog zur kleinen Suche muss der Hund ein bestimmtes Gebiet, das natürlich viel größer ist (zwischen 250 und 1000 Quadratmeter) auf Dummys absuchen. Meist weiß auch der Hundeführer nicht wo die Dummys liegen. Hierbei darf er auch keine Dummys "tauschen", also wenn er schon eines hat, ein anderes, das er ebenfals gesehen hat, aufnehmen und dieses statt dem ersten zurückbringen. Die Dummys müssen nacheinander apportiert werden.


Dog Dancing

Entstehung

Die Grundlage für das heutige Dog-Dancing (kurz DD) wurde 1980 in Kanada gelegt. Damals wurde es noch "Freestyle Obedience" genannt, da kanadische und amerikanische Hundesportler erkannten, dass sie mit Musikunterstützung viel lockerer mit ihren Hunden Obedience arbeiten konnten.
1989 begann die Amerikanerin Daw Jecs in ihrer Hundeschule zusammen mit einer Choreographin erste Tanzelemente für Hundehalter und deren Hunde auszuarbeiten. Nach ihrer ersten offiziellen Vorführung waren die Grundsteine für das heutige DD gelegt.
Im folgenden Jahr kam die neue Sportart auch nach Großbrittanien. Hier fand der erste Auftritt durchgeführt von Mary Ray unter dem Namen "Heelwork to music" statt. Das heutige DD ist davon noch ziemlich geprägt jedoch wird beim "Heelwork to music" mehr Wert auf die saubere Fußarbeit gelegt.


Was ist Dog Dancing?

Dog-Dancing heißt übersetzt "Tanz mit dem Hund". Es gibt viele verschiedene Elemente, die von beiden Hundeführer und Hund zu einer passenden Musik gezeigt werden. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Jedes noch so kleine Kunststück kann darin enthalten sein. Anders wie in anderen Hundesportarten kann hier jeder Hund egal welche Rasse, Größe, Alter, Schnelligkeit teilnehmen. Jeder Hund hat seine eigenen Eigenschaften und Persönlichkeit. Die Choreographie wird somit auf den Hund abgestimmt. Ist dieser nicht sehr schnell kann auch ein langsameres Musikstück ausgewählt werden, wo der Hund seine ganzes Können präsentieren kann. Dog-Dancing sollte auf keinen Fall unter Zwang stattfinden, denn es soll Hund und Halter Spaß machen. Nur mit einer gewissen Bindung und Vertrauen und Motivation lässt sich hier etwas aufbauen.
Meistens wird Dog-Dancing jedoch nur Just for fun gemacht, einfach aus Spaß daran :)




Elemente

Die Standartelemente:
- Look (Hund schaut Hundeführer an)
- Bein (links neben dem Hundeführer laufen kombiniert mit "Look")
- Hand (rechts neben dem Hundeführer laufen kombiniert mit "Look")
- Twist (Kreis um die eigene Achse rechts)
- Walz (Kreis um die eigene Achse links)
- Slalom (Slalom vorwärts durch die Beine des Hundeführers)
- Weave (Slalom rückwärts durch die Beine des Hundeführers)
- Achter (Achter durch die Beine des Hundeführers)

Weitere mögliche Elemente:
- Front (Hund steht vor Hundeführer)
- Zurück (Hunde geht rückwärts)
- Rolle (Hund rollt sich von einer auf die andere Seite)
- Männchen (Hund setzt sich auf die Hinterbeine und nimmt Vorderpfoten hoch)
- Hopp (Jegliche Sprünge z.B. Armsprung, Beinsprung, durch ringförmig angeordnete Hände springen ...)
- Tot (Hund legt sich auf die Seite und bewegt sich nicht mehr)
- Schäm dich (Pfote über Gesicht)
- Verbeugen (Hund geht mit seinem Vorderteil nach unten "verbeugt" sich)
- Gib 5 (Hund schlägt ein)
- Kriech (Hund kriecht auf dem Boden)
- Einparken dreht sich und geht rückwärts durch die geöffneten Beine)
- Rum/Round (Hund geht einmal um den Hundeführer herum)


Regeln & Tuniere

Wie in anderen Sportarten gibt es auch beim Dog-Dancing ein paar Regeln:
- Es darf keine Leine benutzt werden
- Der Hund darf kein Halsband tragen
- Der Hund darf nicht kostümiert werden
- Stimm- und/oder Sichtzeichen dürfen gegeben werden
- Der Hundeführer darf den Hund berühren bzw. der Hund den Hundeführer
- Der Hund darf während der Vorstellung nicht bellen
- Futter ist im Ring verboten
- Dauer der Choreographien zwischen 2 1/2 und 4 Minuten
- Die Tanzfläche darf von Hund und Halter während der Vorführung nicht verlassen werden

Auf Turnieren gibt es 4 verschiedene Klassen:
- Starters (Neulinge)
- Novice (Anfänger)
- Intermediate (Mittelstufe)
- Advanced (Fortgeschrittene)

Je nach Klasse unterscheidet sich die Dauer der Performance und auch ihre Bewertung. Bewertet wird immer nach den Gesichtspunkten Inhalt, Ausführung, Genauigkeit der Elemente und Interpretation der Musik


Agility

Was ist Agility?

Agility, deutsch "Behändigkeit", ist eine Hundesportart die in Deutschland nun auch schon mehr und mehr Anhänger gefunden hat. Jährlich finden viele Turniere statt. Agility ist eigentlich eine Sportart für jeden Hund, doch muss der Gesundheitszustand vorher geprüft werden. Hat der Hund schon Gelenkerkrankungen, Wirbelsäulenschäden oder Herzerkrankungen, so ist Agility leider nichts für sie, denn dies wird dadurch nur noch schlimmer. Ansonsten kann man mit Hunden jeder Größe und Rasse teilnehmen, wobei sehr große Hunde Schwierigkeiten haben werden. Außerdem sollte der Hund führig, leicht lenkbar, menschenfreundlich sein, eine gute Bindung zu seinem Führer haben, stets "in der Hand des Führers stehen", einen gefestigten Grundgehorsam haben.




Hindernisse

Sprunghindernisse:
- Hürde
- Reifen
- Weitsprung
- Mauer

Kontaktzonen:
- A-Wand
- Wippe
- Laufdiel

Geschicklichkeit:
- Slalom
- Tisch
- Fester Tunnel
- Sacktunnel



Regeln & Tuniere

Regeln:
- Es darf keine Leine, kein Halsband und kein anderes Hilfsmittel, außer der Stimme und Gestik des Halters benutzt werden
- 12 bis 20 Hindernisse bilden einen Parcour
- Die Reihenfolge wird erst kurz vor Tunierbeginn bekannt gegeben
- Streckenlänge zwischen 100 und 200 m
- vorzeitiges Verlassen der Kontaktzonen ist fehlerhaft
- Bei Überschreitung der Zeit, pro Sekunde 1 Strafpunkt
- Eine heruntergeworfene Stange bedeutet 5 Strafpunkte
- Eine Verweigerung bedeutet 5 Strafpunkte
- Disqualifikation bei: falsches Hinderniss, 3 Verweigerungen, Verlassen den Parcourgeländes, bei mehr als 26 Strafpunkten


Auf Turnieren gibt es 3 verschiedene Klassen:
- A1 (Zeitlimit: 1,8 m/sec)
- A2 (Zeitlimit: 2,75 m/sec)
- A3 (Zeitlimit: 3,5 m/sec)